Wärmebrückenberechnung, Reduzierung des spezifischen Transmissionswärmeverlusts Ht

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Anforderungen der gültigen Energieeinsparverordnung erreicht die Gebäudehüllfläche bei Neubauten / modernisierten Gebäuden heute einen relativ hohen Dämmstandard. Dieses hat zur Folge, dass sich die Wärmeverluste an
Bauteilanschlüssen auch – und besonders rechnerisch deutlich erhöhen, wenn diese Anschlussdetails nicht hinreichend in die Planung bzw. in die Dämmaßnahmen mit einbezogen werden.

Wärmebrücken weisen eine kältere Oberflächentemperatur, als die angrenzenden Flächen auf, so das aufgrund dessen ein gesteigerter Wärmeabfluss und ein höheres Risiko der Schimmelpilzbildung besteht.

Das wäre in etwa so wie beim morgendlichen Duschen, der Spiegel und die Armaturen im Bad sind „beschlagen“, da diese die kältesten Oberflächen darstellen und dort die Feuchtigkeit der Raumluft kondensieren kann.

Bei einer EnEV-Berechnung hat man drei bzw. vier Möglichkeiten, den Wärmebrückenzuschlag zu berücksichtigen:

a) Pauschaler Ansatz mit einem Zuschlag von 0,10 W/(m2K)

b) Wenn mehr als 50% der Außenwand mit einer innen liegenden Dämmung und einbindenden Bauteilen wie massive Geschossdecken versehen sind, dann ist ein Zuschlag von 0,15 W/(m2K) anzusetzen

c) Bei der Gestaltung aller Wärmebrücken (Gleichwertigkeitsnachweis) nach den Vorgaben der DIN 4108, Beiblatt 2, kann der Wärmebrückenzuschlag
auf 0,05 W/(m2K) reduziert werden

d) Genauer Nachweis aller im Gebäude vorhandenen Wärmebrücken, dieses reduziert den Zuschlag in der Regel auf ca. 0,025 W/(m2K), das ist dann nur noch ein Viertel des Pauschalwertes von 0,10 W/(m2K), wenn kein Nachweis geführt wird.

Kosten optimieren bei Ihrem Bauvorhaben:

Ein angestrebtes KfW-55 Effiezienshausniveau kann mit einem Wärmebrückennachweis inkl. Blower-Door-Test sowie
dem Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung – bei gleichzeitiger Anpassung / Reduzierung der Dämmstärken viel einfacher realisiert werden. Das spart Kosten für sonst erforderliche erhöhte Dämmstärken.

Wir berechnen Wärmebrücken mit den Software-Programmen:

  • ZUB Argos Pro 2014
  • Argos Pro 5.0 von  ZUB-Kassel

 

Beispiele Isothermenverlauf und Temperaturfeld:

 

Fenster oben /  unten + RK + Kragplatte, Programm: ZUB Argos Pro 2014

Balkon_Joushen Kopie

 

 

 

Flachdach mit Gefälledämmung + Vorsatzrinne an Außenwand (ZUB Argos Pro 2014)

 

Isothermen Flachdach-AW_Rexroth Kopie

 

 

 

 

Temperaturfeld FD an AW Rexroth Kopie

 

 

 

Attika mit Vordach und Fensteranschluss

Darstellung desTemperaturverlaufs Kopie

 

 

 

Innenwand an Kellerdecke

Temperaturverlauf